Programm

Zeitplan

Uhrzeit Programmpunkt
ab 8.30 Tageskasse & Registrierung öffnen
  9.00 – 10.30 parallele Workshops
10.30 – 11.00 Poster, Aussteller & Kaffeepause 1
11.00 – 11.15 Begrüßung
11.15 – 13.00 Hauptvorträge 1 & 2
Susanne Voigt-Zimmerman & Thomas Lascheit
13.00 – 14.15 Mittagspause
14.15 – 15.15 Spektrum Patholinguistik
15.15 – 15.20 Postervorstellung
15.20 – 16.00 Poster, Aussteller & Kaffeepause 2
16.00 – 17.30 Hauptvorträge 3 & 4
Ulla Beushausen & Karl-Heinz Stier
17.30 – 17.45 Posterpreisverleihung & Verabschiedung
18.00 – 20.00 außerordentliche Mitgliederversammlung des vpl

Hauptvorträge

Prof. Dr. Susanne Voigt-Zimmermann, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Stimmstörungen – Störungsbilder und interdisziplinäre Diagnostik

Thomas Lascheit, Berlin
LaKru-Stimmtransition

Prof. Dr. Ulla Beushausen, Nürnberg & HAWK Hochschule Hildesheim
Kindliche Dysphonie

Prof. Dr. Karl-Heinz Stier, SRH Hochschule für Gesundheit Gera, Campus Stuttgart/Logopädie
Die Akzentmethode und Evidenzen

Spektrum Patholinguistik

Maria Blickensdorff, Universität Potsdam
Motorisches Lernen in der Sprechapraxietherapie

Rebecca Schumacher, Universität Potsdam
Störungsortspezifische Diagnose von erworbenen Dyslexien

Theresa Förster, Potsdam
Sprachförderung in der Kindertagespflege

Workshops

Klicken Sie auf den Workshop-Titel, um zu den Details zu gelangen.

Bernd Frittrang, Medau-Schule Coburg
Verhaltensbasierte Ansätze in der Dysarthrietherapie bei Morbus Parkinson

Kristin Snippe, Elisabeth-Schulen Berlin
Schritt für Schritt, Wort für Wort – Handlungsorientierte Sprachanbahnung bei Kindern mit Autismus

Carolin Martynus, Medau-Schule Coburg
Sprechen zum Anschauen – Grundlagen des Analyseprogramms PRAAT

Denise Klein, Logopädische Praxis Klein, Rosenbaum-Zörkler, Halle
Sensorische Integration in der Kindertherapie

 

Informationen zu den Workshops

Verhaltensbasierte Ansätze in der Dysarthrietherapie bei Morbus Parkinson

  • Freie Plätze: ausgebucht
  • Referent: Bernd Frittrang (Medau-Schule Coburg)
  • Kursbeschreibung:
    In der Fortbildungsveranstaltung sollen die mit der Erkrankung Morbus Parkinson auftretenden Störungen der Kommunikationsfähigkeit erläutert werden. Aus neurologischer und sprachtherapeutischer Sicht werden Symptome der Krankheit dargestellt. Anhand von Fallbeispielen werden diagnostische und therapeutische Möglichkeiten und Grenzen besprochen. Im Zentrum der Veranstaltung stehen Verfahren, die die Sprech- und Stimmstörungen beim Parkinson-Patienten günstig beeinflussen können. Für diese Patientengruppen wurden bereits spezifische Therapiemethoden entwickelt, beispielsweise die „Verhaltensbasierte Dysarthrietherapie“. Die Teilnehmenden werden mit Grundzügen dieses Verfahrens vertraut gemacht und gewinnen Kenntnisse, wie sie nachhaltig und effektiv die Verständlichkeit und somit die kommunikative Handlungsfähigkeit des Parkinson-Patienten erhalten und verbessern können
  • Literatur (zur Vorbereitung):
  • Atkinson-Clement, C., Sadat, J. & Pinto, S. (2015). Behavioral treatments for speech in Parkinson’s disease: Meta-analyses and review of the literature. Neurodegenerative Disease Management, 5(3), 233–248. doi:10.2217/nmt.15.16

    Frittrang B. (2011). Verständlichkeit sichert Teilhabe – Ziele und Konzepte der Dysarthrietherapie bei Morbus Parkinson. In B. Geist & M. Hielscher-Fastabend (Hrsg.), Sprachtherapeutisches Handeln im Arbeitsfeld Geriatrie: Störungsbilder, Diagnostik und Therapie (106–116). Köln: ProLog.

    Nebel, A. & Deuschl, G. (Hrsg.) (2008). Dysarthrie und Dysphagie bei Morbus Parkinson. Stuttgart: Thieme.

    Skodda, S. (2015). Die Dysarthrie des Morbus Parkinson: Klinische Präsentation, pathophysiologische und diagnostische Aspekte. Sprache Stimme Gehör, 39(4), 182–186. doi:10.1055/s-0041-102793

  • Über den Referenten:
    Bernd Frittrang ist Klinischer Linguist (BKL), LSVT®-Therapeut und seit 2009 Schulleiter der Berufsfachschule für Logopädie der Medau-Schule Coburg.
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Schritt für Schritt, Wort für Wort – Handlungsorientierte Sprachanbahnung bei Kindern mit Autismus

  • Freie Plätze: ausgebucht
  • Referentin: Kristin Snippe (Elisabeth-Schulen Berlin)
  • Kursbeschreibung:
    Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen werden in der Sprachtherapie häufig vorgestellt, weil die Sprachentwicklung nicht beginnt, nach einem ersten Beginn stagniert oder längere Äußerungen ausbleiben. Auch der nicht-funktionale Gebrauch von Sprache und Sprachlauten ist häufig Thema. Im Vortrag werden Grundprinzipien der verbalen Sprachanbahnung bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen vorgestellt und unter dem besonderen Gesichtspunkt der Handlungsorientierung in Beispielen erläutert. Eine verhaltenstherapeutisch-naturalistische Methodik kann vielen Kindern mit Autismus den Sinn des Sprechens verdeutlichen und sie motivieren, die oft schwierige Aufgabe des Sprechenlernens mit allen Kräften zu verfolgen.
  • Über die Referentin:
    Kristin Snippe ist Logopädin und studiert berufsbegleitend Psychologie. Sie war als Lehrlogopädin tätig und hat mehrere Jahre mit Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung gearbeitet. Zu ihren Unterrichtsschwerpunkten an den Elisabeth-Schulen gehören Sprachentwicklung- und förderung.
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Sprechen zum Anschauen – Grundlagen des Analyseprogramms PRAAT

  • Freie Plätze: 9
  • Referent: Carolin Martynus (Medau-Schule Coburg)
  • Beschreibung:
    Vorgestellt wird das Analyseprogramm PRAAT, mit dem sowohl sprecherische als auch stimmliche Analysen im Rahmen einer logopädischen Befunderhebung ermöglicht werden. Wer also gerne Stimme und Sprechen nicht nur hören, sondern auch sehen möchte, kann mit PRAAT einen Blick auf die verschiedenen akustischen Ereignisse hinter dem Sprechablauf werfen. Dieser Workshop richtet sich an alle, die gerne hinter die Fassade von Klängen, Stimmeinsätzen, Sprechabläufen und koartikulatorischen Vorgängen schauen wollen, um diese auch im Hinblick einer therapeutischen Befunderhebung und Therapieplanung unterstützend nutzen zu können.
    Kostenloser Download unter: www.praat.org, PC einfach mitbringen und mitmachen!
  • Über die Referentin:
    Carolin Martynus ist Klinische Linguistin (M.Sc.) und Logopädin. Sie arbeitet seit 2012 als Lehrlogopädin für Dysphonie und Rhinophonie an der Medauschule Coburg und ist freie Mitarbeiterin im SBBZ Coburg.
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Sensorische Integration in der Kindertherapie

  • Freie Plätze: ausgebucht
  • Referentin: Denise Klein (Logopädische Praxis Klein, Rosenbaum-Zörkler, Halle)
  • Kursbeschreibung:
    Die Sensorische Integrationstherapie hat in Deutschland eine weite Verbreitung gefunden. Hauptsächlich wird sie von Ergo- und Physiotherapeuten eingesetzt. Jedoch absolvieren auch immer mehr Sprachtherapeuten und Logopäden eine Weiterbildung zu diesem Konzept.
    In SIKIT wird gezeigt, wie die Kindersprachtherapie mit der Sensorischen Integrationsbehandlung verknüpft und bereichert werden kann. Die Einbindung wirkungsvoller Elemente aus dem Konzept der Sensorischen Integrationstherapie in den sprachtherapeutischen Alltag setzt nicht nur an der Basis an, sondern erhöht die Bereitschaft der Kinder, an ihrer eigenen Entwicklung mitzuwirken.
    Kreativität, der offene Blick für die Interessen der Kinder und das gemeinsame Gestalten von Spielen, welche die Kinder motivierend herausfordern, sie dabei unbewusst "schwer arbeiten" lässt und zusätzlich ihre Entwicklung vorantreiben, werden in dieser "Werkstatt" im Vordergrund stehen und den "Lernraum" mit Spaß und Ideen füllen.
  • Über die Referentin:
    Denise Klein ist ausgebildete Logopädin und Praxisinhaberin in Halle. Durch ihre Zusatzausbildung zur SI-Therapeutin engagiert sie sich in der Früherkennung und Prävention von Sprachentwicklungsstörungen unter Beachtung der Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder. Eine 3-jährige Ausbildung zur Systemischen Beraterin und Familientherapeutin erweitert das Sprektrum der ganzheitlichen Behandlung.
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Informationen zu den Postern

Unterstützte Kommunikation in der Sprachtherapie – Interdisziplinär bewirken wir mehr

Christine Sietmann & Michael Wahl (Humboldt-Universität zu Berlin)
Fragebogenstudie zur Erfassung der aktuellen Situation sowie der Problematik, um mögliche Zukunftsperspektiven zur besseren Etablierung der Unterstützten Kommunikation in der Sprachtherapie zu ermöglichen.

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Dysphagie im ambulanten, sprachtherapeutischen Setting – Eine Bestandsaufnahme

Irene Schirmacher & Frank Ostermann (Praxis für Sprachtherapie, Dresden)
Aufgrund der „dünnen“ Informationslage bezüglich Verbreitung und Darstellung der Schluckstörungen im ambulanten Alltag aus therapeutischer Sicht soll dies als Erhebung für Prävalenz und Diversität von Schluckstörungen nach der medizinischen bzw. rehabilitativen stationären Versorgung erste Tendenzen aufzeigen.

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Transfereffekte nach Arbeitsgedächtnistraining bei Aphasie

Lilla Zakariás, Christos Salis & Isabell Wartenburger (Universität Potsdam & Newcastle University)
Arbeitsgedächtnisdefizite bei Aphasie sind häufig und können mit Defiziten im auditiven Satzverständnis und der funktionalen Kommunikation in Verbindung stehen. Einige Studien weisen auf einen positiven Effekt des Arbeitsgedächtnistrainings bei Aphasie hin, die genauen Transfermechanismen sind jedoch unklar. Die hier präsentierte Fall-Serie (crossover case series mit multipler Baseline) möchte dazu beitragen, mögliche Transfereffekte nach Arbeitsgedächtnistraining bei Aphasie besser zu verstehen.

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Arbeit trotz Aphasie – Befunde aus ambulanter Therapie und Selbsthilfe

Frank Ostermann (Praxis für Sprachtherapie Dresden)
Zehn ehemalige Betroffene mit Aphasie werden mit ihrem beruflichen Werdegang tabellarisch vorgestellt. Einige kehren an ihren angestammten Arbeitsplatz zurück und einige behaupten sich in ihrer Selbständigkeit. Sie zeigen alle, dass eben doch eine Rückkehr in den Job möglich ist. Damit ist eine gesellschaftliche Anerkennung verbunden, die für eine ausgeglichene und stabile Persönlichkeit notwendig ist. Verschiedene Möglichkeiten, die Rückkehr in die Arbeit sprachtherapeutisch zu unterstützen, werden aufgezeigt. Allerdings zeigt sich in der ambulanten Sprachtherapie auch ein Personenkreis um die 40 Jahre, der trotz guter Ressourcen nicht auf dem Arbeitsmarkt bestehen kann. Diese Thematik wird in den sprachtherapeutischen Fachdiskussionen viel zu wenig beachtet.

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Die Behandlung dysprosodischer Symptome bei Sprechapraxie – Eine Einzelfallstudie

Ragna Krug, Hanna Stübner, Sophie Hoffmann, Judith Heide & Maria Blickensdorff (Universität Potsdam)
In dieser Einzelfallstudie wurde untersucht, inwiefern eine Therapie, basierend auf den Prinzipien des motorischen Lernens, die Produktionsleistung bei Sprechapraxie auf der suprasegmentalen Ebene verbessern kann.
Ziel der therapeutischen Intervention war eine Reduktion der hohen Anzahl intersilbischer Pausen und Schwa-Einfügungen bei einer Probandin mit leichter bis mittelschwerer Sprechapraxie. Nach Beendigung der Therapie konnte ein therapiespezifischer, nachhaltiger Übungseffekt nachgewiesen und eine deutlichere Verbesserung der Symptomatik in der Spontansprache beobachtet werden.

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Pilotfragebogenstudie zur praktischen Umsetzung und Koordination des Trachealkanülen-Managements in Berlin und Brandenburg

Lisa-Marie Welke & Ulrike Frank (Universität Potsdam)
Aufgrund fehlender Rahmenbedingungen für die Versorgung tracheotomierter Patienten sollte mithilfe eines vorgegebenen Pilotfragebogens ein erster Einblick in die Strukturen des Trachealkanülen-Managements in Berlin und Brandenburg gewonnen werden. Der Fragebogen wurden von Mitarbeitern verschiedener klinischer Einrichtungen (überwiegend LogopädInnen, Sprach-, Sprech- und SchlucktherapeutInnen) ausgefüllt. Es konnten verschiedene Aspekte zu den klinischen Rahmenbedingungen, standardisierten Vorgehensweisen und multidisziplinären Teamstrukturen bei der Behandlung tracheotomierter Patienten erhoben werden.

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Dysphagie – Frequently Asked Questions

Ulrike Frank (Swallowing Research Lab der Universität Potsdam)
In einem Kooperationsprojekt des Schlucklabors an der Universität Potsdam wird derzeit eine Sammlung von häufigen Fragen zur Dysphagie erstellt mit dem Ziel, Materialien bzw. ein Nachschlagewerk zu entwickeln. Hierzu sammeln wir derzeit Fragen von Studierenden und klinisch tätigen DysphagietherapeutInnen um die Themenschwerpunkte festlegen und eine sinnvolle Struktur der Materialien entwickeln zu können. Wir freuen uns über eine aktive Teilnahme und viele interessante Fragen beim Herbstreffen!

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